Donnerstag, 17. Juni 2010, 19:30 Uhr
Museum im Kulturspeicher, Foyer

Karten an der Abendkasse.
Es gelten die Preise und Konditionen des Freundeskreises Kulturspeicher Würzburg e. V.
 

 

Cello plus ...

 

… Horn:

Dieter Schnebel (*1930)         Rufe (2006/07)

Michael Denhoff (*1955)         Strophe 43A-d “Trostgesang für Heidemarie Merkl-Barolsky” (2009)  

              (aus: Strophen op. 107)

… Sopran:

Elena Firsova (*1950)         Winter Songs (poems by Osip Mandelstam) op. 104 (2002)

  • 1. The Frost
  • 2. The Snow-Storm
  • 3. Oh. This Slow, Short-Winded Vastness …

Michael Denhoff           Strophe 44A “Eternal Lines – für und mit Shakespeare” (2009)


… Zuspielung:

 Michael Denhoff           Re(fr)actions (2006), Zwei Improvisationen zu Bildern von Michael Burges 1.

  • SoftStructure Painting
  • 2. MetaStructure Painting
  • Strophe 4A “an Béla Bártok und György Kurtág” (2009)
     

… Akkordeon:

 Sofia Gubaidulina (*1931)         In Croce (1979

 Michael Denhoff          Strophe 20B “Choral für Charles Ives” (2009)

 

Ausführende:

Maacha Deubner, Sopran
Margit Kern, Akkordeon
Theo Molberg, Horn
Michael Denhoff, Violoncello (& Campanula)

 

Maacha Deubner, Sopran

Maacha Deubner ist in der zeitgenössischen Musik gleichermaßen zu Hause wie im klassischen Repertoire. 
Die aus Freiburg stammende Sopranistin erhielt ihre Ausbildung bei Judith Beckmann in Hamburg und besuchte Meisterkurse bei Kurt Widmer, Ralf Gothoni, Dalton Baldwin und Elisabeth Schwarzkopf. 
Sie gastierte in renommierten Musikzentren wie in Wien, Leipzig, Dresden, Berlin, Köln, Frankfurt, Hamburg, Paris, Kairo, Philadelphia, New York, und erhielt zahlreiche Einladungen zu intern. Festivals wie der Musik-Biennale Berlin, Göttinger Händel-Festspiele, Kammermusikfest Lockenhaus, Wien Modern, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, NYDD-Festival in Tallinn (Estland), den Musikfestwochen in Luzern und Berliner Festwochen.
Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Vladimir Jurowski, V. Ashkenazy, Michael Gielen, Valery Gergiev und Kurt Masur; Johannes Kalitzke, HK Gruber mit dem Ensemble Modern und Ensemble Recherche, in Werken von Luigi Nono, Morton Feldman, Eliott Carter, B.A. Zimmermann,  und mit Gidon Kremer in der Uraufführung von Giya Kanchelis "Lament" für Violine, Sopran und Orchester (Konzertreisen in Europa und den USA).
Intensiv widmet sie sich auch der Kammermusik und sang in zahlreichen Uraufführungen. Für ECM Records hat sie Werke von Giya Kancheli und Valentin Silvestrov eingespielt. Die CD "Leggiero, pesante" mit dem Rosamunde Quartett erhielt 2003 eine Grammy Nominierung.
Maacha Deubner war in Opernpartien wie Donna Anna, Konstanze (Regie: George Tabori), Ilia und Fiordiligi (Mozart TV-Film "Wolfgang wer?"), Julia (Kelterborn), Wanhilt in S. Wagners "Der Schmied v. Marienburg" und in weiteren Rollen zu hören. Die CD-Einspielung von Ernst Kreneks Oper "Sardakai" (Capriccio) mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin wurde 2007 mit dem Echo Klassik-Preis ausgezeichnet.
www.omm.de/artists/deubner/index.html
 

Margit Kern, Akkordeon

Die buchstäbliche VERKÖRPERUNG von Musik, darunter verstehe ich die körperlichen Aspekte des Instrumentalspiels, zieht mich mit fast magischer Kraft an.”
, geboren 1967, in der Nähe von Darmstadt, studierte Akkordeon bei Hugo Noth an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen und bei Matti Rantanen an der Sibelius Akademie in Helsinki. Von Anneli Arho-Tiensuu wurde sie in der Analyse Neuer Musik unterrichtet. Der Abschluss ihrer Studien erfolgte mit der Konzertreife. Umfangreiche Stipendien des Evangelischen Studienwerks ebenso wie verschiedene Preise ebneten den Weg zur künstlerischen Entfaltung. Sie gewann den ersten Preis des “International Gaudeamus Competition for Interpreters of Contemporary Music”, was den Beginn ihrer internationalen Konzerttätigkeit markierte.
Margit Kern konzertiert in Solo-Recitals und als Kammermusikerin mit Konzertreisen in viele europäische Länder, in die USA und nach Süd-Korea. Sie konzertierte mehrfach als Solistin mit dem Rotterdam Philharmonisch Orkest und mit Nouvelle Cuisine im Rahmen des Gustav-Mahler Kompositionspreises.  Mit L’art pour l’art, Ensemble Intégrales und mit so wunderbaren Musikern wie M. Van Staalen, O. Tzschoppe, und zu seiner Zeit S.Palm führte und führt sie ihre Konzerttätigkeit immer wieder zusammen. So war sie Gast bei Seoul Spring Festival, den Weltmusiktagen in Stuttgart, Musica Viva in München, Perugia Classica Festival und vielen anderen . 2008 war sie mit ihrem Solo-Recital “im spiegel-ich”  (drei menschenbilder) zu Gast bei Forum Neue Musik des Deutschlandfunks, in dessen Auftrag sie bereits eine Reihe von Solo-Werken und Werke für Akkordeon und Elektronik zur Uraufführung brachte.
Zeitgenössische Musik bildet den Schwerpunkt ihres Repertoires. Sie arbeitet eng mit Komponistinnen und Komponisten zusammen. Zahlreiche Werke brachte sie zum ersten Mal zu Gehör. Auf diesem Weg lagen bereits Werke von Charlotte Seither, Earl Kim, Annette Schlünz, Younghi Pagh-Paan, Jin-Ah Ahn, Manfred Stahnke, Fabio Nieder und Samir Odeh-Tamimi. Viele ihrer Arbeiten, so auch ihr Programm “HanNAH” mit Auftragswerken des Deutschlandfunk für Akkordeon und Live-Elektronik, sind in Rundfunkmitschnitten dokumentiert.
2005 veröffentlichte sie ihre erste Solo-CD mit dem Titel “Heart”.
Margit Kern lehrt an der Hochschule für Künste, Bremen im Fachbereich Musik das Fach Akkordeon.
www.margitkern.de
 

Theo Molberg, Horn

Theo Molberg, seit fast dreißig Jahren Hornist bei den Symphonikern, ist selbst Archivar aus Passion, ein Freund stiller Orte, alter Schriften. In seiner vorsichtigen Art will er nicht zum Klischee des Blechbläsers passen, der gern ein Bierchen mehr in die Kantine nimmt. Molberg wirkt wie ein geduldiger Gelehrter, der beim Gespräch langsam in sanftes Feuer gerät.
Seinen Nebenberuf beschreibt er als Familienforschung, Genealogie. Zunächst forschte er in eigener Sache, verfolgte über Kirchenbücher seine Familiengeschichte zurück bis zum 30-jährigen Krieg. Zwischen Bonn und Düsseldorf recherchiert er, entziffert Urkunden, wälzt altes Papier und rekonstruiert Schicksale und Lebenswege. Molberg hat die Familien Schumanns und Beethovens erforscht, da schließt sich der Kreis zur Musik. Die Hornkarriere verlief gradlinig und frei von Brüchen, nach dem Studium klappte es auf Anhieb mit der Stelle bei den Symphonikern, wo er inzwischen zu den Dienstältesten zählt.
Viele GMDs hat er kommen und gehen sehen, unzählige Vorstellungen und Konzerte gespielt. Er liebt den Operndienst, sein Favorit ist Giacomo Puccini. Aber auch Kammermusik liegt ihm, als Solisten hat er sich nie gesehen.
Und wenn er mal nicht Horn spielt oder Kirchenbücher wälzt? Dann betreibt er unter kundiger Anleitung Waldpflege, betrachtet gewachsene Strukturen, lichtet Dickichte und legt - auch hier! - Wurzeln frei. Also ein Wurzelsepp? Da lächelt er mild und schaut recht skeptisch drein.
www.tonhalle.de/molberg
 

Michael Denhoff, Violoncello (& Campanula)

Michael Denhoff wurde 1955 in Ahaus/Westfalen geboren. Erste Kompositionsversuche unternahm er mit zehn Jahren und erhielt dabei entscheidende Impulse durch Günter Bialas. Ab 1973 studierte er bei Siegfried Palm und Erling Blöndal-Bengtsson Violoncello, bei Jürg Baur und Hans Werner Henze Komposition,  sowie mit dem Denhoff-Klaviertrio beim Amadeus-Quartett Kammermusik.
Von 1976 bis 1980 war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.
1984-85 Lehrauftrag für Tonsatz an der Universität Mainz. Heute lebt er als freischaffender Komponist und Cellist in Bonn. Dort war er von 1985-1992 Leiter des Akademischen Orchesters Bonn und zudem von 1992- 2008 als Cellist Mitglied des Ludwig-Quartett Bonn. Seit 1996 zudem engere Zusammenarbeit mit der Pianistin Birgitta Wollenweber als Duo.
Daneben diverse Dozententätigkeiten als Kammermusiker und Komponist, darunter u. a.  1997/99 Gastprofessur am Nationalen Konservatorium in Hanoi (Vietnam). Seit 2008 Dozent für Kammermusik an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf.
Für sein kompositorisches Schaffen erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen (u.a.: 1. Preise bei den Kompositionswettbewerben Hitzacker und Bergisch-Gladbach, Förderpreise der Städte Stuttgart und Dortmund, des Landes Nordrhein-Westfalen und des Landes Niedersachsen,  Bernd-Alois-Zimmermann-Preis und zuletzt den Annette von Droste Hülshoff Preis). 1986-87 ermöglichte ihm das Villa-Massimo-Stipendium einen 1-jährigen Studienaufenthalt in Rom. 1996 Arbeitsstipendium “Villa La Collina” in Cadenabbia.
Zahlreiche CDs dokumentieren sein umfangreiches Oeuvre.
Denhoffs Werke werden weltweit aufgeführt. Ur und Erstaufführungen fanden u. a. bei folgenden Festivals statt: Internationales Beethovenfest Bonn, Münchener Biennale, Musik Triennale Köln, Klavierfestival Ruhr, Wittener Tage für Neue Kammermusik, Sommerliche Musiktage Hitzacker, Tage Neuer Musik Hannover, Ensemblia Mönchengladbach, Budapester Herbstfestival, Budapester Frühlingsfestival, Epidaurus-Festival Cavtat (Kroatien), Festival International du Domaine Forget, Europamusicale, Festival Latinoamericano de Música, Cantiere Internazionale d'Arte Montepulciano, Festival di Nuova Consonanza R
oma, Saptamana Muzicii Contemporane Bucureşti, Kulturwochen der BRD im Kaukasus.
Im Jahr 2000 war Michael Denhoff Veranstalter der von ihm mit der Pianistin Susanne Kessel konzipierten, 50 Werkstattkonzerte umfassenden Reihe Jahr100KlavierStcke, die in Bonn stattfand und einen chronologischen Rückblick über die Klaviermusik des 20. Jahrhunderts bot.
Im Jahr 2008 initiierte er die musikalisch-literarische Reihe
WORTKLANGRAUM, die monatlich im Dialograum Kreuzung an Sankt Helena in Bonn stattfindet.
www.denhoff.de

(Änderungen vorbehalten)

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