Neue Werke aus den USA
für Viola solo und mit Klavier

Montag, 23.. April 2007, 20.00 Uhr,
Vortragssaal U 08, Gebäude Bibrastraße

Programm :

Octavio Vazquez    Sonate op. für Viola und Klavier

Lento
Allegretto scherzando
Allegro
Epilogue – Lento

Pause

Donald Hagar   Reminiscence for Viola and Piano

Andante

Lowell Liebermann  Sonata op.13 for Viola and Piano

Allegro moderato
Andante
Recitativo – Allegro feroce

 

Der Bratschist Theodor Nüßlein studierte im Anschluss an das Würzburger Hermann-Zilcher-Konservatorium (M. Speermann) und die Musikhochschule Karlsruhe (Abschlussdiplom) bei dem amerikanischen Bratschisten Eric Shumsky in Paris. Ein Stipendium der amerikanischen A.-Kade-Foundation ermöglichte ihm ein Studium an der Juilliard School bei L. Fuchs und P. Doktor, welches er 1989 mit dem "Advanced Certificate Diplom" abschloss. Zu dieser Zeit hatte er darüber hinaus Unterricht bei H. Shapiro und dem Juilliard Quartett.
Theodor Nüßleins Konzerttätigkeit erstreckt sich auf Europa, die USA und andere Länder. Er nahm bei verschiedenen Rundfunkstationen auf und ist Mitglieder zahlreicher Ensembles.
Seine Lehrtätigkeit führte ihn über das Badische Konservatorium Karlsruhe, die Fachakademie für Musik Würzburg an die Hochschule für Musik Würzburg.

Die Pianistin Ulrike Nüßlein begann ihr Studium bei Maho Kaneko am Hermann-Zilcher-Konservatorium Würzburg, studierte im Anschluss daran bei Kirsti Hjort und Glen Wilson (Cembalo) an der Hochschule für Musik in Würzburg und beendete ihr Studium in Deutschland mit dem Staatsexamen als Diplommusikerin.
An der Manhattan School of Music (New York) studierte sie Klavierbegleitung bei Donald Nold und schloss dieses Studium mit dem Professional Studies Certificate ab.
Ihre Kammermusikausbildung erhielt sie darüber hinaus bei Harvey Shapiro in New York und an der International School for the Arts in Victoria (Kanada).
Ulrike Nüßlein konzertiert als Pianistin, Kammermusikerin und Klavierbegleiterin in Deutschland, Italien, Russland, Südafrika, Kanada und USA. Seit 1995 arbeitet sie gemeinsam mit dem amerikanischen Pianisten Scott Rednour zusammen.
1995 –1997 war sie Dozentin für Liedbegleitung und Korepetition an der Musikabteilung der Bremer Kunsthochschule.

Der Komponist Octavio Vazquez, gilt als einer der führenden aktuellen amerikanischen Komponisten. Er komponiert in jeder Gattung, von der klassischen Musik bis hin zur Filmmusik. Seine preisgekrönten Werke werden in Europa, Amerika und Asien aufgeführt, sowie für Radio und Fernsehen national und international aufgenommen. Seine Kompositionen wurden unter anderem als “...brennende Fackel des nächsten Jahrhunderts...außergewöhnliches Feingefühl...intensive Leidenschaft...phänomenal...vorzüglich...” bezeichnet. Sie wurden unter anderem von Dirigenten wie H. Schellenberger, Victor Pablo Púrez und Teri Murai, sowie Solisten wie Daniel Gaisford, Eldar Nebolsin, Viacheslav Dinerchtein, Jonathan Gandelsman, Jennifer Bleick und Nicholas Chords aufgeführt.

Die Sonate für Viola und Klavier wurde 2002 für den Bratschisten Viacheslav Dinerchtein komponiert. Im Frühjahr 2003 war dieses Werk eines der Preisträgerkompositionen beim Internationalen Prokofiev Wettbewerb in St. Petersburg, aufgeführt von Vladimir Bistritsky. Im gleichen Jahr folgte die New Yorker Uraufführung in Carnegie Weill Hall mit V. Dinerchtein und Eldar Nebolsin, Klavier. Der New Yorker Kritiker Mark Greenfest beschrieb sie als “...ein volles Spektrum der Emotionen...”. Der Kern dieser Komposition sind die Begebenheiten in Europa um 1940. Komponiert in fünf Sätzen ergründet jeder ein eigenes Spektrum an Gedanken und Emotionen, von extremen Leid, Angst und Qual bis hin zu Momenten der Wut, Trennung, höchster Erschöpfung und schließlich Tod. (Octavio Vazquez http://www.octaviov.com)

 

Donald Hagar studierte Komposition am Ithaca College und in London. Später absolvierte er sein “Master of Muisc degree” an der Boston University. Seine Kompositionen wurden unter anderem in “New Boston Composers Collective”, “Underground Composers”, NuClassix, Neworks, “New Boston Chamber Symphony”, Wellesley Sinfonie Orchester, ALEA III, und an der “New England Conservatory Extension Division” uraufgeführt.

Donald Hagar gewann Preise von ASCAP, “American Music Center”, “Bossak/Heilbron Charitable Foundation”, “Meet the Composer”, Oobr (Off-off Broadway Review) und “Kappa Gamma Psi”.

 

Lowell Liebermann gehört zu den Komponisten mit den am meisten aufgeführten und in Auftrag gegebenen Werken. Er wurde 1961 in New York City geboren und bekam mit 8 Jahren seinen ersten Klavierunterricht und mit 14 Kompositionsunterricht. Mit 16 Jahren gab er an der Carnegie Hall sein Debut mit seiner Klaviersonate op. 1, die er mit 15 komponierte.

Liebermann tritt regelmäßig als Pianist und Dirigent auf. Seine Werke werden weltweit unter anderem von  New York Philharmonic, Philadelphia Orchestra, L'Orchestre Symphonique de Montréal, Tokyo NHK Symphony, L'Orchestre National de France, sowie die Sinfonieorchester von Dallas, Baltimore, Seattle, St. Louis, Cincinnatiund Minnesota aufgeführt.  Zu den Künstlern, die Liebermanns Werke im Repertoir haben, gehören James Galway, Charles Dutoit, Stephen Hough, Kurt Masur, Joshua Bell, Hans Vonk, Steven Isserlis, Andrew Litton, Susan Graham, David Zinman, Jesus Lopez-Cobos, Paula Robison, Wolfgang Sawallisch, Steuart Bedford und Jean-Yves Thibaudet.

Organische Einheit in Form von Struktur und thematischem Material sind die Hauptfaktoren der Sonate für Viola und Klavier op. 13. Das Werk bewegt sich im Raum gis-dur/moll; der hierin beschlossene Halbtonschritt-Konflikt ist von zentraler Bedeutung für die tonale und thematische Entwicklung.

Die vier eröffnenden chromatisch absteigenden Akkorde von Gesualdos Madrigal “Moro lasso” kommen an einigen strategischen Punkten des ersten Satzes, sowie in der Coda des letzten Satzes vor. Dieses “Zitat” hat keine weitere programmatische Bedeutung, steht dennoch mit der motivischen Entwicklung im Einklang.

Die Sonate wurde Neal Gripp gewidmet. Dieser spielte zusammen mit dem Pianisten Daniel Lessner die New Yorker Uraufführung in Town Hall. (Lowell Liebermann http://www.lowellliebermann.com).

(Änderungen vorbehalten)

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